Vitruv war ein römischer Architekt, Ingenieur und Architekturtheoretiker aus dem 1. Jh.v. Chr. Seine Schrift de architectura libri decem verfaßte er in der Regierungszeit von Kaiser Öffnet internen Link im aktuellen FensterAugustus.

Auf amphi-theatrum und theatrum zitierte Textstellen

 

Öffnet internen Link im aktuellen FensterI 7,1.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterV 1,1-2.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterV 3,1-3

Öffnet internen Link im aktuellen FensterV 6,1-7.

V 7,3-5; V 7,6-7; Öffnet internen Link im aktuellen FensterV 7,8-9.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterV 8,1-2.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterV 9,1-9.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterAusgaben und Literatur

Vitruv V 7,8-9:

(8) Ipsae autem scaenae suas habent rationes explicitas ita, uti mediae valvae ornatus habeant aulae regiae, dextra ac sinistra hospitalia, secundum autem spatia ad ornatus comparata, quae loca Graeci periactus dicunt ab eo, quod machinae sunt in his locis versatiles trigonos habentes in singula tres species ornationis, quae, cum aut fabularum mutationes sunt futura seu deorum adventus, cum tonitribus repentinis ea versentur mutentque speciem ornationis in frontes. Secundum ea loca Öffnet externen Link in neuem Fensterversurae sunt procurrentes, quae efficiunt una a foro, altera a peregre aditus in scaenam. 
(9) Genera autem sunt scaenarum tria: unum quod dicitur tragicum, alterum comicum, tertium satyricum. Horum autem ornatus sunt inter se dissimili disparique ratione, quod tragicae deformantur columnis et fastigiis et signis reliquisque regalibus rebus; comicae autem aedificiorum privatorum et maenianorum habent speciem profectusque fenestris dispositos imitatione communium aedificiorum rationibus; satyricae vero ornantur arboribus, speluncis, montibus reliquisque agrestibus rebus in topeodi speciem deformati.

„ (8) Die Wände des Bühnenhauses haben aber ihre ganz bestimmte Anordnung in der Art, dass die Mitteltür den Schmuck eines Königspalastes hat; rechts und links liegen die Gastwohnungen. Nach Zwischenräumen, die für die Dekoration bestimmt sind - die Griechen nennen sie deshalb Periakten, weil an diesen Stellen drehbare Vorrichtungen stehen, von denen jede drei Arten von Dekorationen hat, und die, wenn Veränderungen der Stücke bevorstehen oder das Erscheinen von Göttern mit Donnergetöse, gedreht werden und die Dekorationen nach der Vorderseite des Bühnenhauses wenden - nach diesen Zwischenräumen folgen vorspringende Eckwandstücke, welche Zugänge zur Bühne bilden, das einen einen Eingang vom Markt, das andere einen Zugang von der Fremde zur Bühne. 
(9) Es gibt aber drei Arten von Dekorationen: die eine nennt man die Tragische, die zweite die Komische, die dritte die Satyrische. Ihr Schmuck ist untereinander von unähnlicher und ungleicher Art, weil die tragischen Dekorationen mit Säulen, Giebeln, Bildsäulen und den übrigen Gegenständen, die zu einem Königspalast gehören, gebildet sind. Die komische Dekoration bildet den Anblick von Privathäusern, Erkern und durch Fenster gegliederten Vorsprüngen in Nachahmung der Art von gewöhnlichen Häusern. Die satyrische Dekoration wird mit Bäumen, Grotten, Bergen und anderen Gegenständen geschmückt, wie man sie in der Natur antrifft, nach Art eines gemalten Landschaftsbildes.”

Ausgaben

Curt Fensterbusch (Hrsg.), Vitruvii De architectura libri decem / Zehn Bücher über die Architektur. Lateinisch und deutsch. Übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Curt Fensterbusch (Darmstadt 1976)

Literatur

M. Bieber, The History of the Greek and Roman Theater (Princeton 1961) 186-189.

F.B. Sear, Vitruvius and Roman theatre design, American Journal of Archaeology 94, 1990, 249-258.

G. Tosi, Il teatro antico nel De architectura di Vitruvio, Rivista d'Archeologia 21, 1997, 49-75.

weblinks:

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