Quellen

Edictum muneris aus Pompeji; CIL X 1074d; ILS 5053,14

A(ulus) Clodius A(uli) f(ilius)
Men(enia) Flaccus IIvir i(ure) d(icundo) ter quinq(uennalis)
trib(unus) mil(itum) a populo
primo duomviratu Apollinarib(us) in foro pompam
tauros taurocentas succursores pontarios
paria III pugiles catervarios et pyctas ludos
omnibus acruamatis pantomimisq(ue) omnibus et
pylade et HS n(ummos) X(milia) in publicum pro duomviratu
secundo duomviratu(!) quinq(uennalis) Apollinaribus in foro
pompam tauros taurarios succursores pugiles
catervarios pos(uit) ter die solus in spectaculis athletas
par(ia) XXX glad(iatorum) par(ia) V et gladiat(orum) par(ia) XXXV et
venation(es) tauros taurocentas apros ursos
cetera venatione varia cum collega
tertio duomviratu ludos factione prima
adiectis acruamatis cum collega

Clodia A(uli) f(ilia) hoc monumentum sua impensa
sibi et suis

Literatur: P. Sabbatini Tumolesi, Gladiatorum paria. Annunci di spettacoli gladiatorii a Pompei (Rom 1980) 1.

Darstellung auf einem Barbotinegefäß aus Langenhain von einer Gladiatorenszene auf einem pons (nach Simon, 1975).

Darstellungen

Relieffragment; FO: Kos; AO: Triest, Museum:

siehe unter Öffnet internen Link im aktuellen FensterKos.

Applikenmedaillon; FO: Lyon/Vienne; AO:

Die Szene konnte aus 2 sich ergänzenden Scherben aus Lyon und Vienne zusammengesetzt werden.

Literatur: J. Déchelette, Les vases céramiques ornés de la Gaule romaine, 2 (Paris 1904) 297; P. Wuilleumier - A. Audin, Les médaillons d'appliques gallo-romains de la vallée du Rhône, Annales de l'Universitè de Lyon, ser. III, lettres 22 (Paris 1952) 33 Nr. 19.

Barbotine-verziertes Gefäß, ca. 1. Hälfte 2. Jh.; FO: Langenhein, 220 m östlich des östlichen Lagertores; AO: Privatbesitz.

Die bildliche Darstellung wird oben von einem Jagdfries abgeschlossen, in den auch ein Reiter - wohl ein Jäger - gehört. Unten wird das Bildfeld von einem weiteren Jagdfries mit Hasen und Eber abgeschlossen. In der Mitte sieht man auf einem über Stufen erreichbaren Podest den Gladiator Scorpus stehen, der durch seinen Dreizack als retiarius gekennzeichnet ist. Zu seinen Füßen sieht man 2 Haufen von Kugeln, mit denen er seine Angreifer abwehren konnte. Von rechts greift der Gladiator Februarius an, von links Flamma, beide sind nach den üblichen Zusammenstellungen der Kämpfer secutores. Auf der linken Seite des pons steht der tubicen namens Ursus, der sich als Bär verkleidet hat, hinter ihm der cornicen Pu(l)lus, von dem allein das Instrument erhalten ist. Pullus bedeutet Hähnchen, und ein als Hahn dargestellter cornu-Bläser ist von den Wandmalereien der Gladiatorenkämpfe in Öffnet internen Link im aktuellen FensterMechern bekannt. Rechts von der Plattform sind die Reste eines Pfauen sichtbar. Ein nicht anpassendes Fragment gehört zu einem Peitschenschwinger.

Literatur: H.G. Simon, Zwei außergewöhnliche reliefverzierte Gefäße aus Langenhain, Wetteraukreis, Germania 53, 1975, 126-137.

Literatur

L. Bacchielli, I pontarii: una definizione per via iconografica, in: L'Africa Romana, Atti del VII convegno di studi, Sassari 15-17 dicembre 1989, (Sassari 1990) 769-772.

M. Junkelmann, Das Spiel mit dem Tod. So kämpften Roms Gladiatoren (Mainz 2000) 112-114.